Dagmar Neubronner - Ganzheitliche Erziehung

Erziehung: bildhauern oder gärtnern?

Der gegenwärtigen Familien- und Bildungspolitik liegt ein Menschenbild zugrunde, nach dem ein Kind „lernen“ muß, sich rücksichtsvoll und angemessen zu verhalten, selbständig und gleichzeitig teamfähig zu handeln, sich zu vertragen und fleißig zu sein. Diese moderne „Lerntheorie“ und Verhaltenspsychologie, die mit sofortiger Belohnung und Bestrafung, mit Konsequenzen, Auszeiten und Ultimaten arbeitet, wurde anhand von Versuchen mit Laborratten entwickelt.
Alle Ergebnisse der Humanbiologie, Entwicklungspsychologie und Gehirnforschung zeigen aber, daß die menschliche Entwicklung ein komplexer Reifungsprozeß ist. Die genannten Eigenschaften können nicht erlernt werden, sondern entwickeln sich unter günstigen Wachstumsbedingungen ganz natürlich von selbst, vergleichbar der Fruchtbildung bei einer Pflanze. Diese erreicht der Gärtner auch nicht durch Belehrung oder Zwang, sondern indem er der Pflanze gute Bedingungen schafft.
Unsere Aufgabe ist also, den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen (und uns selbst) den Nährboden zu bieten, auf dem dieser Entwicklungsprozeß stattfinden kann. Dafür müssen wir wissen, was unsere Kinder brauchen.

Vortrag

In ihrem Vortrag erläutert die bekannte Biologin und Publizistin Dagmar Neubronner anhand der grundlegenden entwicklungspsychologischen Gesetzmäßigkeiten, wie wir den Alltag mit unseren Kindern ordnen und Erziehung so gestalten können, daß unsere Kinder gleichzeitig in ihrer optimalen Entwicklung gefördert werden.

Referent: Dagmar Neubronner


Termin

Samstag 13. Mai 2017:
09:00 - 12:00 Uhr - Vortrag



"So viel hat der Mensch vom Wissen, wie er in die Tat umsetzt"